Spaniens Camperleben

2012-12-17-007-640x479-130x130Was ist denn heut bei Campers los?
Während im guten alten Deutschland inzwischen unzählige Enten und Gänse den Weg in die ihnen zugedachten Töpfe und Pfannen gefunden haben und zig Smartphones, IPads und sonstige Verkaufsschlager die Bedürfnisse ihrer neuen Besitzer stillen, sind wir längst in der spanischen Sonne gelandet und haben auch schon diverse Flaschen guten spanischen “Tinto” vertilgt.
Wir hangeln uns von Küste zu Küste, angefangen bei der Costa Brava, über die Costa Daurada, Costa del Azahar, Costa Blanca, Costa Cálida und Costa des Almeria bis hin zur Costa Tropical und Costa del Sol, Costas gibt es hier wie Sand am Meer.

Überall begegnen uns die “modernen Nomaden”, “Globetrotter” und “Zugvögel”, wie sie sich selbst gern nennen, mit ihren Hymermobilen und Concordes und wie sie alle heissen mögen. Sie stehen meist in Rudeln auf den Stellplätzen und bevölkern Spaniens Strände zum Zwecke des Überwinterns
und fühlen sich dabei ganz wie zu Hause.

An einem dieser Plätze halten wir, um uns das Spektakel aus der Nähe zu betrachten. Wir öffnen die Tür und haben noch keinen Fuß auf den Boden gesetzt, da ertönt eine schrille Frauenstimme: “Da könnt ihr aber nicht stehen bleiben, da ist Halteverbot!” Wir steigen aus und antworten höflich mit
Guten Tag auch!” “Was sind das denn für welche?” hören wir noch im Vorbeigehen.
Willkommen bei Campers!

Da der Tag bereits weit voran geschritten ist, entschliessen wir uns dennoch, da zu nächtigen und suchen uns einen etwas abseits gelegenen Platz.
Schnell kommen wir mit Campers ins Gespräch und lassen uns die weiteren “Regeln” erklären.
Auf dem Platz ist für alles gesorgt. Man kann sein “Porta Potti” entleeren, regelmäßig kommt ein Wasserwagen und ein Gaswagen und Bäcker und Fleischer verdienen hier auch ein paar Brötchen nebenher.
Es gibt also alles, was das Camperherz begehrt und wer nicht will, muss den Platz bis zum Frühjahr nicht mehr verlasssen.
Wir ziehen jedoch bereits am nächsten Tag weiter.