Sahara

IMG 2657-130x130Die 25 Gradmarke ist längst überschritten, was auch nicht schwer ist, denn inzwischen befinden wir uns 5000 km weiter südlich.
Unsere Abfahrt beginnt leider mit einer Vollsperrung der Autobahn und einem 90-minütigen Stau zwischen Dresden und Chemnitz. Wir sind dennoch guter Dinge, glücklicherweise fällt kein Neuschnee und so checken wir am Abend in Frankreich in einem Formel 1 Hotel ein.
Der nächste Tag beginnt mit ruhigem Wetter und 12 Grad plus, wir sind also auf dem richtigen Weg. Erstmals nutzen wir in Frankreich die Autobahn anstelle der Landstraßen, was uns nicht viel vom Land sehen lässt, uns aber immerhain einen kompletten Reisetag spart.
Und so stoßen wir am Abend beim “Menu del Dia” bereits mit einem Glas “Vino Tinto” in Barcelona an und können die erste milde Nacht im Dachzelt schlafen.
Genauso zügig geht es weiter, von den Überschwemmungen im südspanischen Cordoba erfahren wir nur aus dem Fernsehen, die Schlechtwetterfront hat sich verzogen. Kurze Zeit später passieren wir die “Straße von Gibraltar” und betreten afrikanischen Boden.
Geschafft! Je weiter südlich wir kommen, desto mehr Zeit lassen wir uns, das marokkanische Leben zieht uns jedes Mal aufs Neue in seinen Bann.
Wir futtern uns durch die nordafrikanische Küche, von Couscous über “Poulet roti” – Grillhähnchen bis hin zu “Knie vom Schaf auf Kichererbsen” ist alles dabei.

Reisende treffen wir kaum, es sind nur sehr wenige unterwegs.
Die Sahara zeigt deutlich ihre Spuren vergangener Regenfälle, es blüht überall und zeitweise gibt es sogar geschlossene Grünflächen, soweit das Auge reicht.
Die Sahara – das bedeutet eine unendliche Weite und Stille, Lagerfeuer unter einem Sternenhimmel, wie man ihn selten sieht und immer wieder die Bewunderung, wie Menschen, Tiere und Pflanzen unter diesen extremen Bedingungen überleben. Es ist schön, wieder hier zu sein.
In einer Woche haben wir unsere erste Verabredung in Dakar, bis dahin lassen wir noch ein wenig die Seele baumeln.