Wieviel Gepäck man wirklich braucht

IMG 2998-130x130Susanne und Tom sind ja nun mit reichlich Verspätung in Dakar angekommen, ihr Gepäck allerdings bleibt bis zum Ende ihres Urlaubs verschollen. Nach zwei Tagen geben sie die Suche auf und leben fortan von ihrem Handgepäck und dem Notfallset der Airline mit Zahnbürste, Kamm und T-Shirt. Sie kaufen sich ein paar Unterhosen und Schuhe und den Rest bekommen sie von uns. So haben sie alles, was man zum Leben unter Afrikas Sonne braucht und wollen in Zukunft nur noch mit Handgepäck reisen. Icon Smile

Weihnachten verbringen wir im Sine Saloum Delta bei Barbara und Bruno, den Herbergseltern der Auberge Bouffe und übergeben die von der Mittelschule in Königsbrück gesammelten Hefte und Schulsachen hier einer Schule.

Anschließend geht es eine Woche in den afrikanischen Busch.
Das erste Buschcamp schlagen wir am Rande eines Dorfes unter riesigen Baobabs auf, entfachen ein Feuer und kochen die leckeren Shrimps, die wir von der Küste mitgebracht haben. Die Einwohner des Dorfes werden bald auf uns aufmerksam und so haben wir schnell viele Freunde, die interessiert jeden unserer Handgriffe beobachten – alle haben ihren Spaß dabei.

Wir passieren die Grenze nach Gambia und weiter geht die Reise flussaufwärts des Gambia River Richtung Georgetown; gemütlich schaukeln wir durch grüne Savannenlandschaft mit einzelnen Galeriewäldern am Fluss, unzähligen Baobabs und Tracy Chapman aus dem Radio im Ohr. Ab und an verscheuchen wir mit unserem Motorenlärm ein paar Affen von der Straße.

In Georgetown bietet sich eine Bootstour an, die erhofften Hippos und Krokodile lassen sich leider nicht blicken, dafür sitzen Schimpansen in den Bäumen am Flussufer.
Hier treffen wir auch andere Reisende, die uns von erneuten schweren Unruhen in Guinea berichten. Nachdem es auch einen neuen Zwischenfall in der Casamance gab, befürchten wir schon, dass wir unsere geplante Route änden müssen, stellen aber zwei Tage später im nächsten erreichbaren Internetcafe erleichtert fest, dass es sich um eine veraltete Meldung vom Dezember 2009 handelt und in Guinea alles friedlich ist. Wir treffen auch zwei Hamburger, die gerade aus Guinea kommen und uns das bestätigen.

Den Silvesterabend verbringen wir am Südufer des Gambia Rivers in einem kleinen Campement nahe eines Dorfes, das auf Pfählen ins Wasser ragt. Unser Silvesterkarpfen ist ein stattlicher Kapitänsfisch und die Neujahrsparty im Dorf ist sehr authentisch.

Wir nähern uns Gambias Küste, versorgen uns auf dem großen Markt in Brikama mit frischen Lebensmitteln und stürzen uns in die Wellen des Atlantik. Der Küstenabschnitt ist sehr gut erschlossen und so geniessen wir hier ein paar Tage fast europäischen Luxus und tauschen unsere Mitreisenden. Anna und Elisa reisen weiter in die Casamance und Susanne und Tom müssen zurück zu ihrer Katze. Icon Wink
Dafür kommen Denise und Mike sowie Torsten und Wolfram pünktlich und mit vollständigem Gepäck an, das ist ja auch mal was. Icon Smile

Morgen geht es dann wieder in den Busch, ohne Strom und Internet, mal sehn, wann wir dann wieder Zugang zu den neuen Medien finden.
Happy New Year!