Nach dem luxuriösen Bad im Pool packen wir das Auto voller Lebensmittel und verkrümeln uns wieder in den Busch.
Unser Ziel ist Mako am Rande des Niokolo Koba, wo man häufig Hippos, die schnaubenden Flusspferde, beobachten kann.
Wir finden einen wunderschönen Platz in einem einfachen Campement direkt am Ufer des Gambiariver.
Am späten Nachmittag machen wir einen kleinen Spaziergang und schon 100 Meter weiter hören wir das bekannte Prusten und Schnauben im Wasser. Wir sehen drei große Köpfe, Denise und Mike können mit dem Fernglas sogar noch ein Babyhippo ausmachen. Völlig ohne Scheu präsentieren sie sich und am Ufer finden wir viele von den riesigen Tapsen und regelrechte Pfade ins hohe Gras. Hippos verbringen den Tag im Wasser und gehen nachts an Land, um Unmengen von Gras zu fressen. Bei Einbruch der Dunkelheit können wir sie laut und vernehmlich hören, die Geräusche klingen wie ein Lachen.
Auch hier leben die Dorfbewohner mit den Flusspferden in friedlicher Eintracht nebeneinander.
Wir legen einen Ruhetag ein und zelebrieren das einfache Leben im Freien. Zum Frühstück gibt es auf dem Feuer zubereitete Eierkuchen. Und später backen wir dann noch ein richtiges Mischbrot wie zuhause, es wird sicher das einzige auf der ganzen Reise sein. Die Hippos sind an diesem Tag aushäusig und lassen sich nicht mehr sehen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir sie am Tag zuvor so hautnah erleben konnten.
Einige Leute sprechen uns auf unseren roten Bus an und erzählen uns von ihren deutschen Freunden, die voriges Jahr auch mit einem großen roten Auto und vielen Kindern da waren. Wer unseren Blog schon länger verfolgt, ahnt sicher schon, dass es sich nur um das feuerrote Spielmobil handeln kann. Sie waren im letzten Jahr hier und wir senden an dieser Stelle liebe Grüße, auch von den Bewohnern aus Mako.
Weiter führt uns unsere Route über Kedougou ins Bassari-Land. Die Bassari sind ein sehr ursprüngliches Volk, die noch sehr animistisch leben und viel Ahnenkul praktizieren. Eines der Dörfer sehen wir uns genauer an, die Rundhütten bestehen aus rotem Lateritgestein, das hier überall vorhanden ist.
Von Salemata aus soll ein eine Piste ins guineische Koundara geben, in jedem Ort fragen wir uns durch und die Leute zeigen uns den Weg. Irgendwann wird die Piste aber immer schmaler und schmaler und sind es nur noch Eselspfade, aber die Richtung stimmt.
Der Weg endet an einem kleinen Fluss, wir mutmaßen, dass es der Grenzluss ist und Karsten schaut zu Fuß, wie es auf der anderen Seite weitergeht. Es sieht gut aus, meint er, also soll der Bus da durch. Ich hoffe, dass es auch wirklich einen Weg gibt und wir nicht wieder zurück müssen. Mit dem Allrad klappt die Durchfahrt ganz gut, allerdings geht es sofort recht steil einen Abhang hinauf, der sehr schlammig ist. Der Hänger bremst den Bus so aus, dass wir erst Flusskies unterschuafeln müssen und mehrere Anläufe brauchen, bis alle wieder trockenen Fußes und Rades sind.
Wir sollten jetzt in Guinea sein, aber bis in den nächsten Ort Youkounkoun sind es noch einige Kilometer, wenigstens ist die Piste nun wieder etwas breiter geworden.







NEIN, ich muss mir gerade ein paar tränchen verdrücken – mako war wirklich einer der schönsten aufenthalte unserer reise!
nun aber weiter zum nächsten bericht eurer reise…