In Porga am Ausgang des Nationalparks überqueren wir die Grenze zurück nach Burkina. Es ist Freitag kurz nach dem Mittag und die Arbeitsmoral der Grenzbeamten liegt quasi am Boden. Beim Zoll wird Karten gespielt und ein paar LKW-Fahrer warten derweil auf ihre Abfertigung.
Als Karsten mit seinem Carnet in der Hand kommt, meint der Beamte nur, er solle zur Polizei gehen, die würden das schon mit abstempeln. Karsten lässt sich daruaf jedoch nicht ein und beharrt darauf, dass dies die Arbeit des Zöllners ist, worauf dieser sich widerwillig an seinen Schreibtisch begibt. Die wartenden LKW-Fahrer nutzen die Gunst der Stunde für ihre eigenen Papiere – c’est Afrique!
In Burkina führt die Straße direkt vorbei am Arly-Nationalpark, und an einer kleinen Wasserstelle sehen wir nochmal einen Elefanten und mehrere Paviane.
Hinter Fada N’Gourma schlagen wir unser Buschcamp auf, die Gegend ist recht zersiedelt und es ist gar nicht so leicht, einen geeigneten Platz zu finden.
Wir sind noch beim Aufbau, als der Bewohner der nächstliegenden Hofstelle mit einer Schüssel Wasser zu uns kommt und uns diese zur Begrüßung reicht. Wasser ist hier sehr wertvoll – eine großartige Geste, wir sind regelrecht gerührt.
Am nächsten Morgen, während wir unser Frühstück bereiten, kommen die Frauen des Hofes zu uns und bringen uns Hirsebrei und wieder Wasser, wir haben uns mittlerweile ebenfalls mit Geschenken gerüstet.
Wir probieren den Brei auch, bleiben aber doch lieber beim Baguette. ![]()
Nun sollen wir auch noch ein Perlhuhn geschenkt bekommen, das ist schon das zweite auf dieser Tour, dass wir ein Huhn geschenkt bekommen, schon beim ersten haben wir überlegt, wie es am besten mit uns weiterreisen könnte. Aber uns gelingt es auch diesmal, mit vielen Worten und noch mehr Gesten und weiteren Geschenken, das Huhn an Ort und Stelle zu belassen. Die Gastfreundschaft dieser Menschen ist jedenfalls umwerfend!
In Ouagadougou verbschieden wir Wolfram, auch er muss zurück in den Winter und berichtet uns später von 50°C TEmperaturunterschied!
In Bobo lernen wir über Etienne, der als Kind an Poliomyelitis litt und gehbehindert ist, den blinden Jean von der “Association des Aveugles et Malvoyants Esperance” – also der Vereinigung der Blinden und Sehschwachen kennen.
Da wir ja noch die Brillen vom Optiker Ziesche aus Coswig im Gepäck haben, vertiefen wir den Kontakt und Jean zeigt uns das Projekt des deutschen Rechtsanwalts Konrad Frank, der in Eigeninitiative eine kleine Schule für Blinde und Sehschwache in Bobo aufgebaut hat.
Die Direktorin der Schule hat außerdem über ihren Ehemann Kontakt zur Augenabteilung des örtlichen Krankenhauses.
Sie zeigt uns zusammen mit Jean die Schule un macht uns mit einigen Kindern bekannt.
Wir übergeben unsere Brillen und hoffen, dass sie hier wirklich noch Hilfe leisten können.
Von Bobo aus fahren wir noch einen kleinen Abstecher über das landschaftlich sehr reizvoll gelegene Banfora, bevor wir nach Mali zurückkehren.














