Route Nouakchott – St. Louis

Dsc00003-130x130 In Nouakchott beantragen wir unser Visum für Mali, welches wir schon knapp zwei Stunden später in den Händen halten.
Da es uns in Rabat nicht gelungen ist, ein Mauretanienvisum für 3 Monate zu erhalten (andere Reisende haben dies geschafft), verlängern wir dieses Visum noch beim Innenministerium. Auch das geht recht schnell und problemlos.
Die Auberge Menata ist ausgesprochen gut besucht, wir treffen viele Reisende meist auf dem Weg nach Süden, seltener nach Norden. Nach vier Tagen wollen wir nun auch ein Stück weiterreisen.
Insgesamt hinterlässt Nouakchott bei uns einen wirklich angenehmen Eindruck. Die Menschen sind in den letzten Jahren sehr viel offener geworden und wir haben viele positive Eindrücke gesammelt.
Das feuerrote Spielmobil ist wie wir auf dem Weg nach Senegal und so fahren wir auch weiter zusammen mit Silke und Lars nach St. Louis.
An der Stadtgrenze überholen wir einen Radfahrer, den Lars schon kennt und sagen erstmal Hallo. Klaus schliesst sich uns spontan an und wir nehmen ihn in unserem Bus mit. Er will uns bis Mali begleiten, also reisen wir momentan zu dritt.

Vom Senegalfluss wird über 200km eine Wasserleitung nach Nouakchott gebaut und dadurch bedingt ist eine Piste entstanden, die etwa 50 km vor Rosso nach Westen führt. Diese wählen wir und nach etwa 30 km stoßen wir auf den Damm, der nach Diama zur Grenze führt. Es ist ein bewölkter Tag und somit wunderbares Reisewetter.
Unterwegs nehmen wir einen Einheimischen mit, den wir nach dem Dorf “Keur Massene” wieder absetzen.
Bei diesem Stop kommt uns ein Magirus entgegen und wir ahnen schon, wer das sein könnte – Hantschi aus Radeberg vom Verein “Travel4handicapped” mit dem Team Bayern von der Rallye “Dresden-Banjul”. Wir hatten schon vor der Reise mit Hantschi gesprochen und wussten, dass wir uns irgendwo auf der Strecke treffen werden, sie bringen ihren Magirus wieder in die Heimat.
Also legen wir erstmal eine Pause ein und tauschen unsere Erlebnisse aus. Zwei weitere Fahrzeuge, die wir schon aus Nouakchott kennen, stoßen noch dazu und so wird es ein richtiges kleines Pistentreffen.

Weiter gehts immer den Senegalfluss entlang, wir sehen Hunderte Vögel in allen Farben, und die Kids aus dem Spielmobil entdecken sogar Warzenschweine.

Die Grenzpassage ist erwartungsgemäß, die Grenzer wollen Backschisch, an jedem Schalter die gleiche langwierige Diskussion. Als wir die Grenze passieren, ist es schon fast dunkel, wir kontrollieren nochmals penibel die Funktion aller Leuchten und Hupen an den Autos, bevor wir weiter nach St. Louis fahren. Die hiesigen Polizeiposten sind berühmt berüchtigt für ihre Spitzfindigkeit, mit der sie sich ihr Gehalt aufbessern wollen. Aber wir kommen gut durch und sind begeistert, wie uns St. Louis empfängt. Nach dem strengen arabischen Leben brodelt diese Stadt regelrecht, alles Leben findet fast rund um die Uhr auf der Straße statt. Unser Ziel ist der Camping L’Ocean direkt am Strand.
Heute geniessen wir die Stadt und bereiten uns zum Abend frischen gegrillten Fisch, bevor es morgen weiter zur Zebrabar geht.