Rabat

09 0001-130x130 Nun sind wir seit etwa 10 Tagen on tour und haben schon fast 4000 km hinter uns gebracht, davon 3000 km allein durch Europa. Nachdem uns Deutschland mit Dauerregen entlassen hat und Frankreich uns mit dichtem Nebel empfing, sind wir nun endlich in der Sonne angekommen.

Die Fährüberfahrt von Algeciras nach Tanger ist sehr gemütlich, der Dampfer läßt sich viel Zeit, eine gute Einstimmung auf Afrika. Die Grenzpassage verläuft hingegen zügig und problemlos und die erste Nacht auf afrikanischem Boden verbringen wir in Tanger auf einem Zeltplatz.
Dann führt uns der Weg weiter nach Rabat, Marokkos Hauptstadt, hier wollten wir das Visum für Mauretanien beantragen, da momentan an der Grenze keines erhältlich ist.
So sind wir am Montag früh püntlich um 9 Uhr vor Ort und erkennen die Botschaft schon von weitem, denn im noblen Botschaftsviertel parken auf einmal Reisemobile aller Art und in ungewöhnlicher Anzahl und am Botschaftseingang drängt eine Traube Reisewilliger an einem winzigen Schalter wie zu Zeiten des Konvois nach Mauretanien, wo 300 Autos gleichzeitig die Grenze passieren sollen und jeder natürlich der erste sein will. Na dann, auf in den Kampf, erstmal die Antragsformulare ergattern…
Nachdem alles ausgefüllt ist, woher, wohin, Namen der Eltern, warum usw. kämpfen wir uns erfolgreich zu dem Beamten hinter dem Schalter durch, dieser besteht allerdings noch auf einer Passkopie von uns, die wir natürlich nicht dabei haben. Also nochmal drängeln und irgendwann hat der Beamte alles, was er möchte und sagt und, wir können die Pässe am nächsten Tag 15:00 abholen. Also gut, dann erledigen wir noch ein paar Dinge in Rabat.

Viele der Reisenden campieren direkt vor dem Botschaftsgebäude, was wohl über kurz oder lang sicher auch Unmut erzeugen wird. Wir schliessen uns an, denn es heisst nun, wir können die Pässe doch noch am gleichen Abend 20:00 abholen. Also richten wir uns etwas häuslicher ein und kommen sehr nett ins Gespräch mit Andrea und Ferdinand aus Mainz, die ebenso wie wir nach Westafrika wollen.
Ein Marokkaner spricht uns an und ist total begeistert von unserer Malerei am Auto. Er sei Maler und findet das Motiv klasse. Kurzerhand leiht er sich einen Kugelschreiber von uns und kritzelt sich das Motiv ab, Micha, der eigentliche Künstler wird wohl noch berühmt werden damit…

Gegen 10 Uhr abends halten wir dann nach einigen Verzögerungen tatsächlich die Pässe in der Hand und können theoretisch weiterreisen, aber nun verbringen wir auch noch die Nacht hier und fahren am nächsten Morgen weiter nach Essaouira.
Morgens lernt Ursel noch 2 Möpse kennen, von denen einer Rosalie heisst. Das wissen wir daher, weil Rosalie plötzlich wie von der Tarantel gestochen die Straße entlangrannte und irgendetwas verfolgte. Frauchen verfolgte Rosalie laut rufend, in Marokko wird wahrscheinlich kein Autofahrer wegen einem Hund bremsen.
Irgendwann beruhigte sich Rosalie aber wieder und ihr Frauchen ebenfalls. Wie sich dann herausstellte, kamen sie aus Frankreich und wollten ebenfalls ein Visum.
In Essaouira verbringen wir nach einem unangenehmen Zwischenfall mit der hiesigen Polizei, Vorsicht – sie messen Radar aus fahrenden Autos, einen Tag an einem wunderschönen einsamen Strand mt riesigen Dünen und besuchen Günter, den wir vor ein paar Jahren hier kennengelernt haben. Also ist nun erstmal Entspannung angesagt.
Fortsetzung folgt…

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