Brillen und andere Geschenke

DSC00028-130x130Oft werden wir von unseren Mitreisenden, aber auch von Freunden und Bekannten, gefragt, was man denn nach Afrika mitnehmen oder auch mitgeben könnte als kleine Geschenke oder Mitbringsel für die Einheimischen, schließlich bereist man ja einige der ärmsten Länder dieser Welt. Dabei erfahren wir oft eine wirklich große Bereitschaft zu helfen.
Auf unseren bisherigen Reisen haben wir auch die Erfahrung gemacht, dass es oft gar nicht so einfach ist, richtig zu helfen, auch wir mussten und müssen erst lernen, welche Hilfe wirklich Sinn macht.
Hier also ein paar Dinge, die aus unserer Sicht helfen könnten.

Wir lassen regelmäßig getragene Kleidung vor Ort, dabei geben wir diese Sachen meist Menschen, die sich augenscheinlich selbst nicht versorgen können. Manchmal trifft man z.B. geistig oder körperlich Behinderte auf der Straße, die wirklich nur noch von Fetzen bekleidet sind und da ist diese Hilfe sicher angebracht. Auch Kinderkleidung und Handtücher werden immer gebraucht. Damenkleidung ist eher schwierig zu betrachten, da Frauen sich traditionell völlig anders kleiden als in Europa.
Nun nehmen wir aber nicht sackweise Klamotten aus Europa mit, sondern packen einfach Sachen ein, die wir unterwegs selbst noch tragen und vor der Rückreise dann abgeben. So gewinnt man noch Platz für das eine oder andere Geschenk oder Andenken für zuhause.

Schuhe sind sehr begehrt und werden uns immer aus der Hand gerissen. Viele Menschen laufen barfuß oder haben einfach nur Plastiksandalen an den Füßen. Auch hier schauen wir, dass man gezielt Bedürftige versorgt oder ansonsten einfach eine kleine Gegenleistung verlangt.

Medikamente werden jederzeit benötigt, allerdings geben wir diese immer in “wissende Hände”, also z.B. Schwestern in Missionen oder Krankenstationen.
Jeder kennt zwar Aspirin und möchte es gern haben, nimmt es dann aber bei allen Krankheiten in der Annahme, dass es hilft. Auch hier kann man seine Reiseapotheke, die man selbst nicht verbraucht hat, vor Ort lassen.

Mit getragenen Brillen kann man gezielt helfen. Zum einen merkt im Umgang mit den Leuten oft, wenn jemand eine Brille braucht. Zum anderen haben wir ein Projekt für Blinde und sehschwache Kinder in Ouagadougou / Burkina Faso kennengelernt, die sich sehr über Brillen freuen.
In Vorbereitung auf unsere Tour 2009 haben wir vom Optiker Bernd Ziesche in Coswig bei Dresden über 60 getragene Brillen gespendet bekommen. An dieser Stelle herzlichen Dank und danke ebenso an Holger Ogorek, der uns diesen Kontakt vermittelt hat. Wir werden den Werdegang der Brillen weiter verfolgen und hier dokumentieren.

Im Wüstenschiff-Forum gibt es auch eine sehr ausführliche Liste, welche Dinge noch gut zu gebrauchen sind, u.a. genannt werden Nähzeug, Taschenmesser, Seife, Scheren, Stifte und Papier. Interessant ist auch der Tipp, Gemüsesamen mitzunehmen.
Vermeiden sollte man unbedingt Bonbons, Kaugummi und andere Süßigkeiten, hier muss man sich immer vor Augen halten, dass eine regelmäßige Zahnpflege wie bei uns oft nicht üblich ist und die Menschen dann an Karies leiden.

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